ProB: Großer Kampf wird in letzter Sekunde nicht belohnt

Die Dresden Titans verbuchen die 9. Niederlage gegen den TV Langen mit 90:88 (19:19, 17:22, 24:24, 30:23)

Dresden, 17.01.2026 – Das Rückspiel gegen den Aufsteiger Langen entwickelt sich zu einem echten Krimi. Weiterhin ersatzgeschwächt schaffen es die Dresden Titans trotz großen Kampfes nicht, die Führung über die Ziellinie zu retten. Ein Wurf in letzter Sekunde vereitelt einen wichtigen Auswärtssieg.

Zahlen zur Partie: Putnik (29 PTS; 7 RB; 2 BL), Stone (21 PTS; 5 AS; 5 RB), Kollmar (16 PTS; 9 AS; 2 ST) Kompletter Boxscore

Spielverlauf – Mit einem temporeichen Auftakt startet die Partie in Langen. Von Beginn an ist spürbar, dass beide Teams ein hohes Tempo gehen wollen. Alexander Lagermann zeigt früh, warum er zu den Leistungsträgern des TV Langen gehört, während Best Otahko mit einem Monsterblock das erste große Ausrufezeichen des Spiels setzt. Offensiv liefern die Dresdner direkt nach: Duje Putnik ist kaum zu stoppen und sorgt mit einem krachenden Dunk für das nächste Highlight. Die Show geht weiter, als Simeon Dimitrov Otahko perfekt bedient. Kurz vor dem Viertelende lässt Drago Crjnac erstmals die Herzen der Heimfans höher schlagen, als er den Buzzerbeater zum 19:19-Ausgleich verwandelt.

Im zweiten Abschnitt entwickelt sich ein umkämpftes Spiel, in dem jeder Korb hart erarbeitet ist. Weiterhin sind es vor allem Putnik und Otahko, die mit wichtigen Aktionen immer wieder Nadelstiche setzen. Kurz vor der Halbzeit kommt es zu einem offensiven Hin und Her, in dem man beiden Mannschaften anmerkt, dass sie sich nach der Pause sehnen. Nik Pons hält die Heimmannschaft mit physischen Aktionen im Spiel, dennoch geht es mit einem knappen Rückstand von 36:41 in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel bereiten Offensivrebounds den Elbriesen weiterhin Probleme, doch Langen kann daraus zu wenig Kapital schlagen. Die Titans netzen dafür fleißig Dreier ein. Der TV zeigt sich nun bissiger und frischer, ein Dunk zwingt Titans-Coach Valentino Lott zu einer Auszeit, um neue Kraft zu schöpfen. Kollmar ist mittlerweile heiß gelaufen, doch der hervorragend aufgelegte Lagermann hält dagegen. Es ist einmal mehr Putnik, Verantwortung in Defensive und Offensive übernimmt und sein Team mit wichtigen Aktionen zum 60:65-Zwischenstand führt.

Im Schlussviertel gelingt es Langen jedoch, wieder mehr Kontrolle zu übernehmen. Die Partie entwickelt sich zu einem echten Krimi. Scott Stone trifft einen tiefen Dreier, ehe Putnik ein schwerwiegender Ballverlust in Form eines Schrittfehlers unterläuft. Vier Sekunden vor dem Ende bringt Lagermann die Halle mit einem Putback-Dunk bis auf zwei Punkte heran. Nach dem Einwurf behält Stone erneut die Nerven und verwandelt einen Dreier zur Führung der Gäste.

Doch das letzte Wort hat die Heimmannschaft: Mit nur noch einer Sekunde auf der Uhr nimmt sich Crjnac ein Herz und trifft einen unglaublichen Wurf mehrere Meter hinter der Dreierlinie. Der Ball rauscht durch das Netz, die Halle explodiert und Langen gewinnt einen verrückten Krimi mit 90:88.

Headcoach Valentino Lott - „Glückwunsch an Langen. 24 Offensivrebounds und die daraus resultierenden 14 Würfe mehr machen es schwer, im Spiel zu bleiben. Wir verlieren das Spiel nicht mit dem letzten Wurf sondern verlieren es in der zweiten Halbzeit, weil wir zu nachlässig sind, was das Rebounding angeht. Jetzt müssen wir schauen, dass wir für Erfurt bereit sind. Unser Dank geht auch an Max, dass er heute Sebastian als Kapitän vertreten hat und sein letztes Spiel der fünf für uns gemacht hat.“

Pressedienst

Dresden Titans