ProB: Comeback ohne Krönung – Dresden unterliegt Coburg

Die Dresden Titans verlieren im letzten Spiel der Hauptrunde gegen den BBC Coburg 64:75 (17:25, 16:15, 14:14, 17:21)

Dresden, 22.03.2026 – Die Dresden Titans liefern sich mit dem BBC Coburg ein intensives Duell, können aber in der entscheidenden Phase nicht das Spielgeschehen bestimmen. Trotz zwischenzeitlicher Führung und einer Vielzahl von furiosen Einzelaktionen können die Elbriesen vor 2488 Zuschauern nicht den nächsten Sieg bejubeln.

 

Zahlen zur Partie: Uboh (19 PTS; 6 RB; 2 AS), Dimitrov (12 PTS; 7 RB; 2 ST), Kollmar (12 PTS; 3 3P; 3 AS) Kompletter Boxscore

Spielverlauf – Ein wilder Beginn prägt die Anfangsphase in der Margon Arena, in der vor allem die Dresdner Elbriesen zunächst Probleme haben, die Übersicht zu behalten. Einzig Wisdom Uboh agiert mit bemerkenswerter Ruhe und Klarheit: Er bereitet die ersten Punkte vor und zeigt sich auch im Abschluss selbst eiskalt. Auf der Gegenseite übernehmen mit Darius Dawson und Dylan Fasoyiro, die Leistungsträger des BBC Coburg, früh Verantwortung und sorgen für die ersten Zähler ihres Teams.

Es dauert bis kurz vor Ende des ersten Viertels, ehe sich ein weiterer Coburger Spieler auf dem Scoreboard eintragen kann. Dann setzt Felix Egger ein Ausrufezeichen: Mit zwei erfolgreichen Dreiern baut er den Vorsprung der Gäste weiter aus und zwingt die Titans zum Umdenken. Die Hausherren stellen defensiv auf eine Zonenverteidigung um – ein Kniff, der Wirkung zeigt. Der Coburger Offensive wird erstmals der Rhythmus genommen, während der frisch eingewechselte Leo Alban mit starken Aktionen auf beiden Seiten des Feldes, neue Energie ins Spiel bringt. Nach dem holprigen Start kämpfen sich die Dresdner spürbar in die Partie und es steht 17:25.

Zu Beginn des zweiten Viertels tun sich beide Teams schwer, den offensiven Rhythmus aufrechtzuerhalten. Best Otakho sorgt mit seinem bereits zweiten Alley-Oop-Dunk kurzzeitig für ein Aufbäumen und lässt die Lautstärke in der Halle ansteigen, doch insgesamt bleibt die Partie hektisch und von vielen Fehlern geprägt. Erst Kevin Kollmar durchbricht die Phase und versenkt den ersten Dresdner Dreier. Sebastian Heck nutzt im Anschluss konsequent seine körperlichen Vorteile unter dem Korb und trägt weitere wichtige Punkte bei.

Währenddessen gelingt es dem Coburger Topscorer-Duo nicht, an die starke Anfangsphase anzuknüpfen. Doch kurz vor dem Gang in die Kabine dämpft Fasoyiro mit einem And-One-Dreier die aufkommende Aufbruchsstimmung der Gastgeber. Zur Halbzeit liegen die Titans mit 33:40 zurück. Zwar stabilisiert sich die Defensive des Teams von Valentino Lott zunehmend, doch im Angriff leisten sich die Dresdner weiterhin zu viele Fehlentscheidungen.

Nach dem Seitenwechsel starten die Titans mit mehreren spektakulären Aktionen: Zunächst setzt Best Otakho mit einem krachenden Block ein Statement und krönt den anschließenden Fastbreak selbst per Dunk. Auch Simeon Dimitrov geht entschlossen zum Korb und punktet energisch. Dennoch bleibt die Fehlerquote zu hoch. Auf Coburger Seite dreht nun Nico Höllerl auf und erzielt allein im dritten Viertel acht Punkte. Die Elbriesen wirken phasenweise ratlos, doch zwei wichtige Dreier von Dimitrov halten die Titans im Spiel. Besonders der zweite Treffer sorgt für Ekstase in der Halle: Trotz enger Verteidigung trifft der Bulgare mit Ertönen der Sirene von weit draußen zum 47:54.

Dieser Moment wirkt wie ein Weckruf. Sebastian Heck überzeugt nun auch als Vorbereiter und verteilt zwei wichtige Assists, ehe Kevin Kollmar den Rückstand weiter verkürzt. Coburgs Cheftrainer Patrick Seidel reagiert mit einer Auszeit, doch die nimmt den Dresdnern nicht den Schwung. Rund sechs Minuten vor Schluss übernehmen die Titans erstmals die Führung.

Doch die Freude währt nur kurz. Die Dresdner brechen erneut ein, während Nico Höllerl mit zwei weiteren Dreiern die Partie einmal mehr zu Gunsten der Coburger an sich reißt. Den Elbriesen scheint mit zunehmender Spieldauer die Kraft zu schwinden. Ganz anders Darius Dawson: Mit einem wuchtigen Dunk sorgt der US-Amerikaner für ein weiteres Highlight. Ein Dreier von Ex-Titan Nico Wenzl besiegelt schließlich das Spiel.

Nach 40 Minuten müssen sich die Titans mit 64:75 geschlagen geben. So schmerzhaft die Niederlage auch ist, die Elbriesen blicken mit Spannung auf das kommende Auswärtsspiel. Gegen den direkten Verfolger aus Speyer haben sie weiterhin die Chance, den Play-Off Einzug aus eigener Kraft perfekt zu machen.

Headcoach Valentino Lott - „Heute haben wir es offensiv leider nicht geschafft, Struktur in unser Spiel zu bringen. Uns war bewusst, dass es eine physisch intensive Partie wird und defensiv haben wir, bis auf wenige Ausnahmen, auch einen guten Job gemacht. Im vierten Viertel konnten wir sogar noch einmal in Führung gehen, doch am Ende hat uns die Kraft verlassen. So verlieren wir letztlich verdient gegen ein ausgeglichenes Team aus Coburg. Der volle Fokus liegt jetzt auf dem letzten Spieltag und dem finalen Matchball in Speyer.“

 

Pressedienst

Dresden Titans